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Kickers wollen Wiedergutmachung beim OFC!

24 September 2012 Ein Kommentar

Logo Kickers OffenbachDie Blauen aus Degerloch treten am Mittwoch um 19 Uhr im Sparda-Bank Hessen Stadion bei den Offenbacher Kickers an. Nach zuletzt zwei schwachen Auftritten wollen die Stuttgarter gegen zuletzt starke Offenbacher wieder zurück in die Erfolgsspur und endlich auch auswärts regelmäßig punkten. Kickers-Trainer Dirk Schuster erwartet eine Reaktion seiner Mannschaft.

Der Trend spricht beim Auswärtsspiel der Blauen für den Gastgeber aus Offenbach. Nach schwachem Saisonstart schien der Trainerstuhl von Arie van Lent schon früh in der Saison bedenklich zu wackeln. Doch dann brachte der Ex-Torjäger seine Mannschaft zurück in die Erfolgsspur. In den ersten vier Spieltagen musste der OFC vier Pleiten hinnehmen und hatte die Rote Laterne inne. Seitdem haben die Offenbacher Kickers nicht mehr verloren und mit Siegen gegen in Aachen, gegen Dortmund und Burghausen kräftig gepunktet. Der OFC hat inzwischen ebenso wie die Blauen 12 Punkte auf dem Konto und belegt nur wegen der etwas schwächeren Tordifferenz Tabellenplatz 13 und rangiert somit direkt hinter den Stuttgartern. Trotzdem spricht der Trend im Moment für die Hessen. Auswärts treten die Offenbacher im etwas defensiver ausgerichteten 4-2-3-1-System mit nur einer Spitze an. Zuhause läßt van Lent mit Mathias Fetsch und Stefan Vogler zwei Stürmer auflaufen und setzt auf eine 4-4-2-Formation mit flacher 6. Fetsch ist mit 4 Saisontreffern bester Schütze beim OFC. Mit Thomas Rathgeber, Kai Hesse, Sead Mehic, Nicolas Feldhahn, Marc Stein, Christopher Lamprecht, Marc Husterer und Robert Wulnikowski verfügt der OFC über eine sehr routinierte Mannschaft mit enormer Bundesligaerfahrung, die sich nach Startschwierigkeiten in der Liga gefunden hat und sich nun langsam in der Tabelle hochgearbeitet hat. Zuletzt wurde mit Dr. Frank Ruhl ein neuer Präsident gewählt, der OFC-Urgestein Dieter Müller beerbt und große Ziele mit den Offenbacher Kickers hat. Die 2. Liga soll es nach Meinung Ruhls mindestens sein und die Zeit der Zurückhaltung scheint in Offenbach der Vergangenheit anzugehören. Mit der Fertigstellung des Stadions am Bieberer Berg und der Umbenennung des traditionsreichen Stadions in Sparda-Bank Hessen Stadion hat der Verein einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und kann sich wirtschaftlich nun professioneller und breiter aufstellen. Man darf also gespannt sein, ob das ehrgeizige Projekt in Offenbach wirklich den gewünschten Verlauf nimmt, sportlich scheint es derzeit jedenfalls aufwärts zu gehen.
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Bei den Kickers aus Stuttgart merkt man, dass die letzten zwei Spiele nicht zufriedenstellend waren und man unbedingt vermeiden will in eine Krise zu rutschen und noch näher an die Abstiegsplätze heranzurücken. Doch wo soll Kickers-Trainer Dirk Schuster den Hebel ansetzen? Die Mannschaft ist körperlich absolut auf der Höhe, doch individuelle Aussetzer und unerklärliche Fehler im Spielaufbau häuften sich zuletzt. Zudem kommen einige Spieler nicht mehr an die gute Form der ersten acht Partien heran. Selbst die hochgelobte Defensivabteilung um Julian Leist und die beiden zentralen Defensivspieler Jerome Gondorf und Sandrino Braun im Mittelfeld wirkten zuletzt unsicher und verschuldeten sämtliche Gegentreffer in den letzten Spielen. Angefangen mit Gondorfs Patzer in Bielefeld, der die Kickers einen Punkt kostete über den unnötig verursachten Elfmeter von Fennell in Dortmund bis hin zu den beiden Gegentoren gegen des FCS, wo Sandrino Braun neben sich stand, scheint bei den Kickers schon Weihnachten zu sein. Die Gegner bekommen zu viele Geschenke serviert und nehmen diese auch konsequent an. Schuster steht nun vor der schwierigen Aufgabe die einzelnen Spieler wieder stark zu machen und gleichzeitig die taktischen Defizite auszubügeln. Das Pressing funktionierte zuletzt auch nicht mehr, was aber an den vielen eigenen Ballverlusten lag, die den Kickers den Zugriff auf den Gegner sehr schwer möglich machte. Schuster wird sicherlich auch über personelle Änderungen nachdenken. Keeper Daniel Wagner, Fabio Leutenecker, Julian Leist, Sandrino Braun, Jerome Gondorf, Mahir Savranlioglu und Marco Grüttner sind wohl gesetzt. In der Innenverteidigung könnte Patrick Auracher seine Chance für Fennell bekommen. Alternativ könnten Fabian Gerster oder Patrick Auracher für Kai Bastian Evers auf der rechten Außenverteidigerposition ins Spiel kommen. Zentral hinter der Spitze könnte Tobias Rühle für Enzo Marchese eine Option sein. Ein Problem sind derzeit auch die Standards. Zwar erzielte Braun gegen Saarbrücken den Anschlusstreffer nach einer Standardsituation und auch Leists Ausgleich in Dortmund kam nach einem Freistoß zustande, trotzdem bleiben zu viele Hereingaben zu früh hängen oder sind leichte Beute für Abwehr oder Torwart. Auch hier gibt es bei den Kickers noch viel Luft nach oben. Eine Systemänderung weg vom gewohnten 4-2-3-1 scheint schon deshalb nicht in Frage zu kommen, weil außer Top-Torjäger Marco Grüttner weder Peter Sprung noch Omar Jatta bislang den Nachweis erbringen konnten, dass sie ausreichend Qualität für die 3. Liga besitzen. In der Offensive ist Marcos Alvarez zwar eine gute Alternative, doch kommt er auf Links nicht an Savranlioglu vorbei und in der zentralen Position hinter der Spitze überzeugte er bis dato nicht. Viel Zeit hat Schuster vor der Partie in Offenbach freilich nicht und man darf gespannt sein, wie er sich aufgrund der Trainingseindrücke und taktischen Überlegungen entscheiden wird.

Für die Blauen ist ein Erfolgserlebnis beim OFC sehr wichtig, damit der Negativtrend frühzeitig gestoppt werden kann und der Abstand zu den Abstiegsrängen nicht noch weiter schmilzt. Die Stuttgarter Kickers werden auch in Offenbach wieder von zahlreichen Kickers-Fans lautstark unterstützt werden. Der Fanbus aus Stuttgart ist für die Fans diesmal sogar kostenlos, weil ein anonymer Gönner die Kosten übernimmt. Einzige Bedingung ist der Boykott von Hofbräuprodukten während der Busfahrt. Den Fans der Blauen würde ein kühles Wulle auf der Rückfahrt sicherlich besonders gut schmecken, wenn sich vorher die 3 Punkte ebenfalls den Weg nach Stuttgart gemacht hätten.

Auf die Blaue!

Ein Kommentar »

  • Statistiker schrieb:

    Der OFC spielt auch zu Hause 4-2-3-1 bzw. 4-4-1-1 und nicht 4-4-2 wie es hier im Artikel steht. Vogler spielte im letzten Heimspiel gegen den KSC nur von Anfang, weil Rathgeber wegen einer Gelb-Roten Karte gesperrt war. Es war aber dennoch kein 4-4-2, weil Vogler einzige Sturmspitze war und Fetsch anstelle von Rathgebr auf der 10 spielte.

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