Home » Erste Mannschaft, Featured

Kickers peilen Trendwende in Erfurt an!

5 Oktober 2012 Kein Kommentar

Das Steigerwaldstadion in Erfurt ist die nächste Station der Stuttgarter Kickers, wo die Blauen am Samstag um 14 Uhr auf den Tabellen-19. treffen. Nach zuletzt zwei Pleiten gegen Saarbrücken und beim OFC und der blutleeren Vorstellung beim peinlichen WFV-Pokalaus bei einem Club bei Backnang stehen die Kickers unter Zugzwang, um ein Abrutschen auf einen Abstiegsplatz zu verhindern.

Dunkle Wolken hängen derzeit über den Stuttgarter Kickers. Nach dem guten Saisonstart, wo die Mannschaft trotz einiger liegengelassener Punkte überzeugte, ist jetzt der Wurm bei den Blauen drin. Doch woran liegt es? Diese Frage stellen sich nicht nur die Fans, sondern auch das Trainerteam und die Spieler und man kann nur hoffen, dass die richtige Antwort auf diese Frage gefunden und entsprechend gegengesteuert wird. Der Bruch im Spiel der Blauen fing nach der 14-tägigen Spielpause mit der Partie in Dortmund an, setzte sich dann fort und gipfelte im blamablen WFV-Pokalauftritt.

Die Mannschaft der Kickers war schon in der Aufstiegssaison aus der Regionalliga sicherlich nicht das individuell am besten besetzte Team. Mannschaften wie Bayern München II, Greuther Fürth II, Eintracht Frankfurt II, Hessen Kassel oder auch der SC Freiburg II verfügten vor allem in der Breite über individuell besser ausgestattete Kader. Die Blauen waren aber wegen ihrer körperlichen Fitness, dem unbedingten Siegeswillen und des aufopferungsvoll kämpfenden Kollektivs die beste Mannschaft und stiegen hochverdient auf. Die Situation in Liga 3 stellt für die Kickers eine noch höhere Hürde dar. Fast alle Mannschaften verfügen über einen stärkeren Kader als die Blauen. Zudem werden Fehler, wie sie zuletzt häufig im Spiel der Kickers zu sehen waren, eiskalt bestraft. Im Moment schaffen es die Kickers trotz großen Einsatzes nicht mehr ihr Spiel aufzuziehen. Das Zusammenspiel und die Zusammenarbeit auf dem Platz funktioniert im Moment leider nicht mehr und macht es den Gegnern leicht. Anstatt den Gegner wie gewohnt mit Pressing unter Druck zu setzen und zu agieren, laufen die Kickers ihren Kontrahenten regelmäßig nach Fehlern und Ballverlusten hinterher und haben keinen Zugriff auf Spiel und Gegner. Diese Tendenz wollen die Blauen unbedingt durchbrechen, am besten mit einem Erfolgserlebnis in Erfurt.

Die Blauen müssen bei RWE allerdings auf Domonique Fennell in der Innenverteidigung verzichten. Er sah in Offenbach die 5. Gelbe Karte und ist gesperrt. Für ihn wird wohl Patrick Auracher in die Mannschaft rücken. Ob Kickers-Coach Dirk Schuster seine Mannschaft nach der Pokalschlappe umbauen wird, ist fraglich. Gründe für personelle Wechsel gibt es derzeit bis auf den Torhüter und im Sturm reichlich. Die sonst so sichere Innenverteidigung um Julian Leist war zuletzt wackelig. Vor allem die rechte Außenverteidigungsposition ist eine Baustelle. Über diese Seite kommen die Gegner zu einfach zu Torchancen. Die zentrale Schaltstation mit Braun und Gondorf konnte in den letzten Wochen auch keine Impulse setzen und die Standardsituationen verpuffen meist kläglich. Man kann also nur hoffen, dass mit dem Spiel in Erfurt einen erneute Trendwende eingeleitet wird, damit die Blauen in der Tabelle nicht noch weiter durchgereicht werden.



Rot Weiß Erfurt rangiert mit nur 9 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und könnte bei einem Heimsieg nach Punkten mit den Kickers gleichziehen. Ein Wiedersehen gibt es mit der Kickers-Legende Alois “Alu” Schwartz, der seit Kurzem RWE trainiert und Ex-Kickers-Stürmer Mijo Tunjic. Schwartz war bereits Co-Trainer in Erfurt und anschließend jahrelang Trainer der zweiten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern. Unvergessen sind seine gefürchteten Gewaltschüsse und Freistöße, mit denen er früher unter lauten “Alu, Alu”-Rufen der Fans die Gegner traktiert hat. Der Kader von RWE ist eher durchschnittlich besetzt. Bekanntaste Namen sind Marco Engelhardt und Marco Fillinger. Engelhardt lief sogar schon im Dress der Nationalmannschaft auf, zeigte aber in den vergangenen Jahren nicht mehr, warum es dazu kam. Im Sturm wird Smail Morabit vorraussichtlich ausfallen, der in sechs Spielen dreimal traf. An der Seite von Domonick Drexler, der in 12 Einsätzen zwei Tore erzielen konnte wird Mijo Tunjic zum Einsatz kommen, auch wenn er in der Liga bislang erst einmal ins Schwarze treffen konnte. Verzichten müssen die Rot-Weißen auf Abwehrroutinier Bernd Rauw, der bei der 0:3-Heimpleite gegen Wacker Burghausen die Rote Karte sah. Die letzten vier Heimspiele gewannen die Erfurter gegen die Kickers.

Am Samstag treffen zwei Mannschaften aufeinander, die beide eine Trendwende herbeiführen wollen und nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen. Es wird sicherlich kein schönes Spiel werden, aber das wird den Blauen egal sein, wenn am Ende etwas Zählbares dabei herauskommt. Wichtig wird sein, kompakt in der Defensive zu stehen, individuelle Aussetzer zu vermeiden und bei Standardsituationen – offensiv wie defensiv – konzentriert zu sein. Dann wird es RWE schwer haben die Blauen am Samstag zu schlagen!

Auf die Blaue!

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar, trackback diesen Artikel oder abonniere die Kommentare via RSS.

Sportlich, fair bleiben. Danke!

Du kannst diese HTML-Tags verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>